Es ist Sommer.

Ja, das ist es und ich liebe es. Denn Sonne bedeutet Bräune und wie eine mir sehr nahe stehende Person gerne sagt: Brauner Speck ist besser als weißer Speck. Untern diesem Motto ging es dann letzten Samstag an den “Strand”. Leichter gesagt als getan, würde man jetzt im Nachhinein sagen und Michael und Lisa würden da sofort unterschreiben. Dabei würden sie möglicherweise weinen, denn waren wir doch wie Flüchtlinge für lange Zeit auf einer HVV Fähre gefangen, die uns eigentlich an den ersehnte Strand fahren sollte. Zusammen mit gefühlten 5.000 Touristen und mit Körben, Handtüchern und verbotenen Früchten bewaffnet Standen wir dann auf einem Schiffsdeck dessen Boden raffinierterweise auch noch schwarz lackkiert war, so dass sich unsere Flip Flops nach kurzer Zeit einfach auslösten. Für viele Freude sorgte in dem Zusammenhang auch eine Teenager-Assi-Mutter, die ihr 3jährige Kind mal kurz barfuß dort abstellte. 3-2-1-Geplärre und von einem Fuß aufn anderen. Aber Mutti musste erstmal eine rauchen, deswegen waren die Kinderfüße dann halt mehr als medium-durch.

Zurück zu uns. Wir versuchten immer mal wieder auszusteigen – jetzt, aber – aber jetzt, nein, doch nicht. Nachdem der augenscheinlich betrunkene Kapitän aber durchsagte, dass man ab nun nur noch abspringen könnte und auch diese Aktion sein Tempo nicht verlangsamen werde, gaben wir auf und machten einfach eine Elbrundfahrt. Wer weiß, dass die Elbe nciht rund ist, weiß auch,  dass es ziemlich lange dauert bis man da einmal hoch und runter ist. Irgendwann kamen wir dann doch da an, wo wir schon vor 30 Minuten austeigen wollten und legten uns in den sauheißen Sand. Von da an keine weitere Regung meinerseits. Denn Bräunen hat bei mir nichts mit Spaß zu tun. Strandbesuche sind ergebnisorientiert. Wie Sport, das macht mir auch keinen Spaß, sondern ich arbeite auf etwas hin. Im samstätigen Fall: nahtlose Bräune an meinem Luxuskörper. Also wendeten wir uns 4 Stunden lang und furehn dann zurücl. Wieder falsch – falsche Richtung und nochmal ab auf die Elbe. Egal, es wär eigentlich ganz schön. Abends fand ma sich wieder auf meinem Balkon ein, Fotos davon gibt es auch wieder. Diesmal dabei: eine Spasti-Special-Edition von Michael und mir.

Am nächsten Tag verfeinerte ich meine Bräune, in dem ich mich auf den Boden, ja BODEN meines Balkons legte und mich wendete. Von morgen sum 10, bis abends um 6. Jaha, da staunt ihr, so lange hat sie Sonne auf ihrem Balkon?! Ja hat sie die geile Sau! Dabei habe ich Harry Potter gelesen, dazu komm ich ja sosnt nie, weil ich nach einer Seite einschlafe.

 

Wie auch immer, jetzt bin ich braun und es ist Montag, immer noch genauso heiß, und ich freu mich auf weitere Tage mit Sonne und aufs nächste Wochenende, denn da kommt die Micha zu Besuch. Ick freu mir!

This entry was written by Kaethe, posted on 28. Juli 2008 at 15:27, filed under Allgemeines. Leave a comment or view the discussion at the permalink.

Der Marathon.

Ja, so kann man es nennen. Einen Marathon.

Die letzte Woche hat mich fertiggemacht. Jeder, der sich bis jetzt gewundert hat, warum ich mich nicht melde, wird hier die individuelle Erklärung dafür finden.

 

Am Dienstag fing es an:

Meine Chefin kommt in mein Büro und sagt: Käthe, was machst du eigentlich Mittwoch? Öh, nichts?! Jetzt schon, wir fahren zusammen nach Weimar.

Zur Erklärung. In Weimar befindet sich die Bauhaus Universität, dort gibt es eine Gruppe, die sich Projektil nennt. Diese 3 Jungs organisieren Lesungen an ihrer Uni zum Thema Design. Katrin wurde eingeladen, um einen Workshop plus Vortrag über Produktentwicklung zu halten.

Ich fing also Dienstag mit diesem Vortrag an, eher gesagt mit dem Feinschliff, länger saß ich da natürlich schon dran, nur dass ich bis dahin kein persönliches Interesse dara hatte. Nun schon, denn ich musste ja schließlich dabei sein, wenn meine geschrieben Worde in 10×5 m im Auditorium an die Wand gebeamt werden. Da wünscht man sich dann schon, dass man sich die Präse vielleicht 2 Mal durchgelesen hätte. Ich arbeitete also die Nacht ansatzweise durch, um dann am Mittwoch morgen um 7 Uhr am Hauptbahnhof zu sein. Bepackt mit 3 Taschen. Allein eine mit allem für die Präsentation. Genau diese Tasche sah ich dann auch wie im Film an mir vorbeiziehen, als ich bereits im Zug saß. Die Tasche aber wartete leider noch immer auf der Wartebank auf dem Gleis. SCHEISSE! Gott sei dank sah Katrin das ganze recht locker. Ich fing also an zu organisieren, im Zug. Dabei musste ich feststellen, dass der gemeine Schaffner nicht gerade zum aufgeregten Volk gehört:

Ich: Ähm, entschuldigen Sie, ich habe meine Tasche am Bahnsteig stehen lassen, können Sie da schnell anrufen, damit die keiner wegnimmt? Bitte bitte!

Schaffner: Mädchen, du pass mal auf, ich muss hier jetzt erstmal die Karten kontrollieren.

Ich: Ähja, das fauert ja auch nicht lange bei so inem ICE. HALLO?

Naja, wie auch immer, die Tasche war dann weg und wir hatten leere Hände, abgesehen von meinem Muffin, den ich nervös in mich reinstopfte während ich mit einem Brechreiz kämpfte. Wir schafften es dann die Präsentationa uf einem ftp Server extern hochzuladen (wieder was dazu gelernt) und alles lief glatt. Die Studenten waren zauberhaft, hörten schön zu und machten brav mit. Das gefällt mir. Ich dachte kurz darüber nach die Weltherrschaft an mich zu reißen, aber dann ging es auch schon ans Grillen und damit verbundenem Trinken. Um 3 Uhr morgen lag ich dann im luxiriösen THE ELEPHANT Hotel in Weimar unter einer gefühlt 10 Kilo schweren Bettdecke. 3 Stunden später hieß es dan: Ab zum Bahnhof und weiter, denn am Donnerstag stand das jährliche Sommerfest der Agentur an. Das darf man nicht verpassen, auch wenn man sich später vielleicht gar nicht erinnert dagewesen zu sein.

Wir also in den Zug, zack zurück, diesmal alle Taschen dabei und ab nach Hamburg. Gewaschen, geschminkt, angezogen und los aufs Boot. Auf dem es dann mit etwas lauter CHill-Out-Music, wie der Werber sagt, auf die Elbe ging. Das Wetter spielte mit, zumindest bis kurz vor 9. Dann Wolkenbruch. Ich im weißen Kleid – ein Fest. Wir rennen also zur zweiten Location. Da dampfte dann alles feierlich vor sich hin. Wir, unsere Klamotten, Haare und das warme Buffet. Egal, mit ein bis 5 Vodka Tonic merkt man davon nichts mehr. Die Musik war lustig gut und so tanzte ich einfach soviel, dass mir gar nicht auffallen konnte, dass ich sau müde war. Und auch genau soviel, dass ich verdrängen konnte, dass ich am nächsten Morgen bereits um halb 8 wieder am ZOB sein durfte, um dort auf eine Kaffeefahrt mit lustigen Werbekollegen aus ganz Deutschland zu aufzuspringen, die sich alle auf den Weg machten, den besten Radiospot aller Zeiten zu schreiben: Beim rms Funkspot Workshop. Kennt ihr nicht? Macht nichts. So, ich also noch komplett betrunken, gerade mal das Glas aus der Hand gestellt in diesen Bus. Nachdem ich natürlich zu spät war und ALLE auf mich warten mussten. Dort gab es dann allerdings 2 ebenfalls verkaterte Kollegen von mir, die gleich alles 1/3 so schlimm für mich machten. Dann gings los nach Poppenbüttel ins schöne Trudelberger Golf Ressort. Wieso? Tja, das fragte ich mich auch, bis eine nette Dame uns sagte, dass sie es schön finden, wenn alle beisammen sind und nicht alle was anderes machen. Du Fuchs du, geht ja auch nicht, weil hier NICHTS ist. Also schön in Gruppen eingeteilt und Radiospots geschrieben. Vom Ergebnis will ich gar nicht sprechen. Also mit einem Radiospot werde ich die Welt schonmal nicht erobern. Egal. Ich hab ja noch das CanCan Tanzen. Dieser Workshop ging dann auch tatsächliche 2 und gefühlte 5 Tage. Danach hätte ich ja einfach ins Bett gehen können, aber nein, ich bin es doch, die Käthe. Also los zum Grillen und nahtlos anküpfen an Vodka und diesmal Cranberry. Danach dann nochmal gepflegt Kiez und dann war es aber um mich geschehen. Den ganzen Sonntag habe ich durchgeschlafen und Montag morgens konnte ich nicht die Augen öffnen. Ausserdem zitterten meine Hände und die Nerven zuckten. Unschöne Geschichte. Ich mich also wieder hingelegt. Seit Dienstag kann ich wieder einigermaßen gerade aus gucken, aber was ich da sehe gefällt mir nicht. Es lauert ein weiterer Workshopsvortrag, die kleine Sau.

 

Bis dahin, es gibt hier gleich noch ein paar Fotos vom Sommerfest. Aber ihr kennt mich “gleich” kann auch schonmal 2 Wochen dauern.

 

Muah.

This entry was written by Kaethe, posted on 9. Juli 2008 at 15:29, filed under Allgemeines. Leave a comment or view the discussion at the permalink.