Sebastian hatte Besuch von Tom aus London. Tom ist IT Supermaster bei Wieden+Kennedy in London und ganz unglaublich lustig. Gar nicht so, wie wir alle IT Menschen gewohnt sind. Irgendwie so ein bißchen assi, dauerrauchend, geschmackslos und irgendwie prollig. Tom hingegen war ganz charmant und wie gesagt lustig und noch viel besser: interessiert an Hamburg. Dementsprechend konnten Sebastian und ich endlich mal unter diesem Vorwand all die touristischen Dinge tun, die wir uns sonst nicht trauen. In diese Kategorie fällt auch der Zeitvertreib “Hafenrundfahrt” – abgehakt von der Bucketlist.
Aber was viel toller war, und jetzt werdet ihr lachen, wir waren im Miniatur Wunderland in der Speicherstadt. Dort steht nachgebaut nicht nur Hamburg, sondern auch der Harz, Las Vegas oder Skandinavien. Ich bin immer noch ganz verzaubert von all der Liebe zum Detail und den kleinen kleinen Menschen, in ihren kleinen Häusern, in denen bei Nacht das Licht angeht. Ich wollte einziehen. Wirklich. Das lässt sich erklären mit einem in der Kindheit hervorgerufenen Puppenhaustrauma. Hervorgerufen durch das Nicht-Vorhandensein eines Puppenhauses. (Mama, alles ist gut, ich bin deshalb nicht grenzdebil). Naja, ich wollte mich also mini schrumpfen und einziehen ins Wunderland.
Ich werde diese Schwäche einfach so kompensieren: So wie schon Tom mein Alibi war in die Ausstellung zu gehen, werde ich später einfach eine Tochter produzieren, der ich dann ein Puppenhaus kaufe. Dieses Puppenhaus wird dann Alibimäßig in ihrem Zimmer stehen und ich werde es beschlagnahmen. Und ich werde sehr wütend sein, wenn diese 3 oder 4-jährige dann alles durcheinander bringt. Naja, soviel zu meinem Hamburgausflug am Wochenende.
Hier noch was für meine kleine Ela. Wusste gar nicht, dass du selbstständig bist.
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