Neuer Lebensabschnitt, neuer Haarschnitt. So einfach ist das. 3 Jahre hab ich mir die Haare wachsen lassen und jetzt sind sie ab. Nicht ganz, aber schon ordentlich. Auf dem Friseurboden hab ich am Freitag Abend einen Haufen Erinnerungen zurück gelassen und aus der Tür bin ich auf meinem neuen Pony geritten. Direkt in mein neues Leben mit neuer Wohnung, Umzugkartons, Baumarktbesuchen und Stahlbetonbohrern. Ein Mädchentraum geht in Erfüllung.

von Kaethe, am 23. Januar 2012 at 17:10. Wer mir antworten will, das geht hier.





Hier gibt’s eure eigene Prognose. Viel Spaß.
von Kaethe, am 5. Januar 2012 at 11:28. Wer mir antworten will, das geht hier.
Wir müssen einfach wieder arbeiten. Einen Tag nach Sylvester. Geht nicht. Also sitzen wir hier und starren uns an. Dann starren wir unsere Rechner an. Dann aus dem Fenster. Dann wieder uns und schütteln den Kopf. Und weil das natürlich nicht geht, darf ich hier jetzt auch nicht lange Blogeinträge schreiben. Aber eins muss gesagt werden: In der Schweiz ist der 2. Januar ein Feiertag. Da sag noch mal einer die Schweizer seien nicht so schlau.


von Kaethe, am 3. Januar 2012 at 18:12. Wer mir antworten will, das geht hier.
Anfang Dezember hat sich mein Leben auf den Kopf gestellt. Und da stehe ich nun, auf dem Kopf und sehe die Welt aus einer anderen Perspektive. Von hier sehe ich ganz gut was schief gelaufen ist in 2011 und auch, wo’s hingehen kann in 2012. Und weil ich mittlerweile anfange die Vorteile meiner neuen Perspektive zu entdecken, bleibe ich ein wenig hier und schreibe ab sofort aus meinem neuen Leben. Ohne Sebastian, aber mit sehr viel Käthe.
Gestern Abend haben wir unsere Wünsche auf Raketen in den Himmel geschossen. Meinen werd ich hier nicht nennen, da ich zu abergläubisch bin. Aber eine Freundin wünschte sich, sich selbst mehr zu lieben. In diesem Sinne: ♥ Käthe!
Und um einem eigentlich tollen 2011 gerecht zu werden, hier ein paar Momentaufnahmen aus dem Dezember.
Ich werde bei meinem neuen Job mit Blumen und neuem Büro begrüßt.




Mein Lieblingsmädchen wird 30 und unsere nun noch engere Freundschaft tragen wir ab sofort am Finger vor uns her.


Meine Familie tut über Weihnachten alles, damit es mir besser geht: Trinken, Essen, Schenken, Feuer, Kindheitserinnerungen.





Ich feier mit leckerem Essen und gutem Alkohol in 2012. Bilder gibt es allerdings erst, wenn ich wieder besser geradeaus gucken kann und nicht nur mein Partyhut sehenswert ist.

von Kaethe, am 1. Januar 2012 at 19:28. Wer mir antworten will, das geht hier.

Ich bin erschrocken über mich. Über mich in einem überfüllten Wartezimmer eines Orthopäden, den ich hier einfach mal “Orthopäde in der Kastanienallee” nennen werde. Aber von vorn.
Ich hatte ja einen gebrochenen Fuß, wie könnten wir das vergessen. Und weil mein alter, seniler Arzt, den ich einfach mal “Chirurg in der Schönhauser Allee” nenne, mir ja 5 Wochen zu lang nen Liegegips verpasst hat, brauche ich jetzt Physiotherapie. Soweit so schlecht. Nach 6 Stunden Physiotherapie war mein Rezept erschöpft und ich brauche also ein Neues. Also rufe ich in der Charité in der Abteilung Fuß an, die nenne ich einfach mal “Abteilung Fuß der Charité”. Die haben genau eine Nummer, auf der man für einen Termin anrufen kann. Jeden Tag zwischen 8 und 15 Uhr. Das sind 7 Stunden, die man am Tag Zeit hat einen Termin zu machen, kann ja also nicht so schwer sein. Denke zumindest ich, die ich hier einfach mal “naive Patientin” nenne. Also rufe ich dort im 30Sekunden-Takt an, aber es ist immer besetzt. Als ich dann endlich jemanden erreiche, wird mir gesagt, dass die Abteilung Fuß 2 Wochen lang umbaut und deshalb nicht mal ein Rezept ausstellen kann. Die bauen also auch die Ärzte, die Drucker und die Kugelschreiber um, verstehe. Da wird mir dann geraten doch zu einem Orthopäden meiner Wahl zu gehen, der könne mir das ausstellen, dafür bräuchte ich lediglich eine Überweisung zum Orthopäden. Aber die könne man in der Abteilung Fuß auch nicht ausstellen, weil siehe oben. Also gehe ich zu meiner Hausärztin, ich nenne sie “Allgemeinmedizinerin in der Münzstraße”, die mir daraufhin sagt, sie könne mir leider kein Rezept für Krankengymnastik ausstellen, weil ihr Kontingent erschöpft sei. Mitten im Quartal, wie viele hat die denn? Eins? Aber eine Überweisung an einen Orthopäden könne sie mir ausstellen. YIPPIEH! Also rufe ich bei dem Orthopäden in der Kastanienallee an und erkläre mein Problem. Da wird mir gesagt, kommen Sie doch Donnerstag um 10 vor 9, dann kommen sie mit Wartezeit dran. Also bin ich heute um 10 vor 9 da, weil man mir das ja so gesagt hat (s. naive Patientin). Da wird mir aber gesagt, dass keine Patienten mehr angenommen werden und ich doch um 15 Uhr wiederkommen sollte. Da käme ich dann ohne Verzögerung sofort dran.
Also verlasse ich um 14.45 meinen bezahlten Arbeitsplatz um mich ins Wartezimmer zu setzen. Dort sitze ich dann 2 1/2 Stunden während immer wieder Leute kommen, direkt ins Sprechzimmer gehen und geheilt wieder rauskommen. Also stehe ich irgendwann auf und Frage: Wann wird das denn hier mal was? Nur noch ein Patient vor mir, na gut. Eine weitere Stunde dauert das. Dann frage ich wieder: Wird das hier denn mal was? Ein Patient noch vor mir. Ein anderer allerdings. Also Probe ich im Wartezimmer die Revolte und stachel noch eine weitere Patientin an mit mir das Wartezimmer zu verlassen. Dabei hätte ich gern noch gegen etwas getreten, war mir aber der Gefahr eines weiteren Fußbruchs bewußt. Und bevor ich wieder 10 Wochen Liegegips und die völlige soziale Isolation auf mich nehme, verfluche ich die ganzen Dr. Arschlöcher lieber hier und reagiere mich so ab. FERTIG!
Achne doch nicht. Denn wie ich jetzt zu meiner Krankengymnastik komme, weiß ich noch nicht. Momentan kommt dafür in Frage: Erpressung oder Ausbildung zur Physiotherapeutin. AMEN.
von Kaethe, am 3. November 2011 at 18:33. Wer mir antworten will, das geht hier.